Mandriva Netbook

 

Mandriva ist ein französisches Unternehmen, das mit einer eigenen Linux-Version auf den Markt gekommen ist und von dem sich nach wirtschaftlichen Turbulenzen einige Entwickler abgespalten haben und die neue Organisation Mageia gründeten. Eine der anderen Mandriva Communities, die unabhängig von der französischen Muttergesellschaft agieren, ist die deutsche MandrivaUser.de. Sie versucht, sich insbesondere mit der Vermittlung neuer Entwicklungen im englisch- und französischsprachigen Mandrivabereich auf deutsch zu profilieren. Darüber hinaus hat sie eine eigene Netbook-Version von Madriva One, dem Basissystem der Linux-Software von Mandriva, lanciert und pflegt sie als Mandriva Netbook kontinuierlich.

Diese Version ist seit 2009 unter dem Namen "Eeyore" auf dem Markt und bezieht sich auf die Version Mandriva 2010.0. Sie läßt sich über einen Netbook-Launcher auf USB-Sticks übertragen und hat mit proprietären Treibern für Grafikkarten und WLAN mehr an Bord als die ursprüngliche Version Mandriva One. Um die Mandriva Netbook Software auf eine USB-Stick überspielen zu können, muß dieser mindestens 4 GB Speicherplatz haben. Über MandrivaUser.de-FTP-Server kann man die Software herunterladen. Sie berücksichtigt die bei Netbooks geringere Displayauflösung und enthält ein vollständiges OpenOffice.org Paket. Um neue Nutzer für das freie Linux zu gewinnen, ist die Arbeitsoberfläche mit Drag and Drop-Merkmalen ausgestattet worden und Anbindungen an PDAs für beispielsweise Blackberry Phones geschaffen worden. Die Software entwickelt sich täglich weiter, so ist kürzlich in einem Mandrivauser-Blog das Multimedia Formatiereungsprogramm MobileMediaConverter von Miksoft als besonders geeignet für Mandriva Netbook Software-Anwendungen erwähnt worden.

Auch die offizielle Wiki Mandriva-Community hat mit LXDE eine attraktive Desktopumgebung geschaffen, die speziell auf Netbooks angepasst ist. Dazu ist das gewohnte Startmenü mit Kontrollleiste installiert, dazu ein Dateimanager, Bilderbetrachter, Taskmanager und Konfigurationstools für den Display. Neben Anbindung an Cloud-Anwendungen ist diese Mandriva Netbook Software schon auf die gängigen Prozessoren von Intel, ARM oder MIPS abgestimmt. Sie ist auch für mobile Endgeräte gedacht und verfügt über eine eigene Homepage www.lxde.org.

Gibt es etwas Entspannenderes, als mit einem Mandriva Netbook auf der Terrasse zu sitzen, und im Internet zu surfen? Und im Zuge dessen beispielsweise den Blog von Roberto Laezza näher in Augenschein zu nehmen? Wen Derartiges vielleicht weniger interessiert, der surft möglicherweise eher in der Rock- und Popwelt, oder sucht die aktuellsten Neuheiten aus der Kosmetik- oder Bekleidungsindustrie heraus. In jedem Fall ist es eine verlockende Vorstellung, auf diese Weise den beruflichen Alltag im Büro - zumindest zeitweise - zu vergessen.